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Heimat ist dort, wo mein Glaube ist:Neuer Seeslorger im Pastoralen Raum: Pater Jaya Babu Thulimelli HGN

Wir begrüßen herzlich Pater Jaya Babu Thulimelli HGN als neuen Seelsorger im Pastoralen Raum Mayen.
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Datum:
6. Juni 2026
Von:
Dr. Thomas Fößel

Pater Thulimelli wendet sich an die Gläubigen und stellt sich vor

Liebe Brüder und Schwestern, 

mein Name ist Pater Jaya Babu Thulimelli HGN, und ab dem 1. Juni darf ich meinen Dienst als Kooperator bei Ihnen beginnen. Zugleich werde ich mein Philosophiestudium an der Theologischen Hochschule in Vallendar fortsetzen. 
Wenn ich mich Ihnen vorstelle, dann begleitet mich ein Satz, der mein Leben geprägt hat: 
Heimat ist dort, wo mein Glaube ist. Denn mein Leben war immer in Bewegung. 
Ich komme ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Andhra Pradesh in Indien. 
Meine eigene Geschichte ist eine Geschichte des Unterwegsseins: Ich habe meh
rere Schulen besucht, meine Ausbildung im Priesterseminar führte mich durch 
verschiedene Regionen Indiens, und auch als Priester durfte ich in unterschiedli
chen Teilen des Landes tätig sein. 
Und dabei habe ich etwas Wichtiges gelernt: Ich war oft unterwegs – aber nie 
ohne Heimat. Denn dort, wo Glaube gelebt wird, dort ist Heimat. 
Ein ganz neuer Abschnitt begann für mich, als ich während der Corona-Zeit gebe
ten wurde, mich auf einen Einsatz im Bistum Trier vorzubereiten. Ich begann 
Deutsch zu lernen, wartete lange auf das Visum – und schließlich durfte ich am 
15. September 2022 nach Deutschland kommen. 
In den vergangenen Jahren war ich als Kaplan in Boppard tätig. Diese Zeit war für 
mich sehr prägend. Obwohl ich schon seit 2013 Priester bin, fühlte ich mich hier 
noch einmal wie ein „Anfänger“ – in einer neuen Sprache, in einer neuen Kultur 
und in einer anderen kirchlichen Struktur. 
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Ich erinnere mich gut: Vom Ausbilden von Seminaristen in Indien… zum Lernen 
von Grammatik und Aussprache mit meiner Sprachpatin. Das Leben hat seine ei
gene Art, uns immer wieder neu beginnen zu lassen. 
Besonders bereichernd war für mich die Begegnung mit der Kirche hier in 
Deutschland. In Indien ist der Glaube oft sehr lebendig und sichtbar – mit langen 
Gottesdiensten, vielen Liedern und einer großen Ausdruckskraft. Hier habe ich 
eine andere Form des Glaubens kennengelernt: ruhiger, oft nach innen gerichtet, 
aber nicht weniger tief. Ich habe gelernt: Glaube muss nicht überall gleich ausse
hen, um wahr zu sein. 
Auch die Zusammenarbeit in der Kirche habe ich hier neu erlebt: als ein Miteinan
der von Priestern, Diakonen, pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 
vielen engagierten Ehrenamtlichen. Das hat mir gezeigt, wie vielfältig Kirche sein 
kann – und wie sehr sie von den Gaben vieler lebt. 
Meine Aufgabe verstehe ich ganz einfach: die Sakramente feiern, da sein, Men
schen begleiten, zuhören und lernen. Oder mit einem Wort: „da sein.“ 
Ich komme zu Ihnen nicht als jemand, der schon alles weiß, sondern als jemand, 
der weiterhin lernen möchte – von den Menschen, von den Begegnungen und 
vom gemeinsamen Glauben. 
Ich freue mich darauf, die Gemeinden im Pastoralen Raum Mayen kennenzuler
nen, auf die vielen Gespräche, auf das gemeinsame Feiern des Glaubens und auf 
die Wege, die wir miteinander gehen werden. 
Ich bringe vieles mit aus meiner bisherigen Zeit – vor allem die Erfahrung: Dass 
Gegenwart oft wichtiger ist als Perfektion. Dass Glauben im Alltag wächst. Und 
dass Gemeinschaft dort entsteht, wo Menschen sich füreinander öffnen. 
Vielleicht werde ich auch hier wieder ein Stück neu anfangen müssen. Aber genau 
darin liegt eine Chance. Denn ich bin überzeugt: Heimat entsteht nicht nur durch 
Orte – sondern durch Menschen und durch den Glauben, den wir miteinander 
teilen. 
Ich freue mich sehr auf die Begegnung mit Ihnen und auf den gemeinsamen Weg. 
Herzliche Grüße 
Pater Jaya Babu Thulimelli HGN