Filmabend der Initiative "Blick zurück nach vorn":Das Verschwinden des Josef Mengele


Der Film beschreibt die Flucht des Kriegsverbrechers und Mediziners Joseph Mengele nach 1945. Im KZ Auschwitz-Birkenau organisierte und überwachte er menschenverachtende Experimente an Häftlingen und die Vergasung der Opfer.
Nach diesen unfassbaren Taten gelang ihm die Flucht aus Deutschland. Er lebte, unterstützt von alten Kameraden und seiner wohlhabenden Familie, in Argentinien. Mitte der 50er Jahre konnte er sogar in seine Heimatstadt Günzburg reisen und dort seinen Vater treffen.
Für seine Verbrechen verantworten musste sich Mengele bis zu seinem Tode, 1979, nie. Beim Schwimmen im Meer traf ihn ein Schlaganfall.
Regisseur Kirill Serebrennikov zeigt Joseph Mengele als Nazi ohne jede Reue, aber voll Selbstmitleid und Paranoia.
August Diehl spielt diesen Unbelehrbaren als Gehetzten im unaufhaltsamen Niedergang und macht so seine Eindimensionalität und Leere greifbar.
Der Film, so Radio 3, „ist ein starkes Statement gegen das Verdrängen. Er wirft die Frage auf, ob es Gesellschaften heutigen Kriegsverbrechern immer noch so leicht machen würden, ihrer Strafe zu entkommen.“
Film: Das Verschwinden des Josef Mengele
Corso-Kino Mayen, Koblenzer Straße 25
Freitag, 30. Januar 2026
Einlass: 19.00 Uhr
Filmstart: ca. 19.30 Uhr
