Für Menschen in Kriegs- und Krisengebieten

Songs of Solidarity

Am Freitag, den 18.11.2022 ab 20.00 Uhr organisieren die Jugendaktion "Wir gegen Rassismus" im Bistum Trier, die 2017 in Neuwied gegründet wurde, und das Hilfswerk caritas international zum dritten Mal einen Livestream für Menschen in Not:

Auf der Website www.songs-of-<wbr />solidarity.de und auf dem facebook- und youtube-Kanal von caritas international wird der Livestream "Songs of Solidarity" zu sehen sein. Mit dabei sind diesmal Max Raabe & Palastorchester, Kasalla, Cat Ballou, Judy Bailey, Myle, Mael & Jonas, die Höhner, Peter Licht, aber auch wieder Bands, Chöre und Singer-Songwriter aus unserem Bistum und der ganzen Bundesrepublik sowie internationale Künstler*innen aus Dänemark, Finnland, Barbados etc. Alle erheben ihre Stimme für Menschen, die unter Kriegen in Syrien, der Ukraine oder Äthiopien leiden müssen. Der Erlös geht in die Projekte von caritas international, die vor Ort Menschen mit Lebensmitteln, Kleidung oder psychosozialer Hilfe unterstützen. Zudem wollen wir bis zum 18.11. gemeinsam mit Zehnkämpfer Kai Kazmirek und Sprinterin Sophia Junk von der LG Rhein-Wied sowie dem Deutschland-Achter und Olympiasieger Richard Schmidt einmal laufend und rudernd die Welt umrunden. Läuft bei dir? Dann gibt es alle Infos auf dieser Webseite: www.caritas-<wbr />international.de/weltumrundung

Ab sofort ist es zudem möglich auf der Homepage www.songs-of-<wbr />solidarity.de zu spenden - als Dankeschön wartet am 18.11. dann großartige Musik auf alle, die den Livestream am eigenen Bildschirm verfolgen möchten.

Glaubensbekenntnis· in Hangar 7

Ungewöhnliche Feier am Mendiger Flughafen

Von Elvira Bell
■ Mendig.
Vor einige Jahren sorgte das ökumenische Angebot .,Gott am Ring" der Mendiger Kirchen im Rahmen des Festivals Rock am Ring bei den Festivalbesuchern auf dem Flugplatzgelände nicht nur für Aufsehen, sondern auch für Zustimmung. Am Sonntag sorgte ebenfalls auf dem Gelände des ehemaligen Heeresflugplatzes ein weiteres besonderes gemein­schaftliches Zusammentreffen für Furore. Dort wurde die Firmung, das letzte von drei sogenannten·Eingliederungssakramenten, an einem „Anders Ort" gespendet. Den Gottesdienstbesuchern bot sich ein ungewöhnliches Bild. Lebendigkeit und Lebensfreude wurden spürbar. Denn im mit schlichten Sitzbänken voll besetzten Hangar 7 erneuerten etwa 150 Firmanden im Beisein von mehr als 1000 Gläubigen ihr Taufversprechen. Dieses hatten bei der Taufe die Eltern und Paten für sie abgegeben. Die Entscheidung zur Firmung trafen die jungen Katholiken nun selbst. Ihnen standen Firmpaten zur Seite. „Die Firmbewerber kommen' aus
dem pastoralen Raum Mayen - von Bell bis Boos, von Niederelz bis Virneburg, von Hausen bis Oberbaar", berichtete David Morgenstern. Gemeinsam mit Bärbel Gorges (Gemeindereferentin Mendig), Monika Lellmann (Gemeindereferentin Nachtsheim) und Thomas Thomiczny (ehemaliger Diakon in Mayen) hatte der Pastoralreferent im pastoralen Raum Mayen den Festtag unter dem Motto "Gemeinsam" seit Juli dieses Jahres vorbereitet. ,,Anstelle von vier einzelnen Firmgottesdiensten feiern wir nur einen großen", erklärte Morgenstern. Für das Treffen mit Weihbischof Jörg Michael Peters hatte die Kirche dieses Mal also ihr ge-
wohntes Terrain verlassen und sich an einen Ort begeben, an dem man sie wohl eher nicht vermuten würde. Der Weihbischof, der ebenso wie Dekan Jörg Schuh und Jugendpfarrer Dominic Lück den Ju-
gendlieben mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn zeichnete, empfand die Firmung an einem. ,,Anders Ort" als ganz besonders. ,,Die Rückmeldungen der Jugendlichen waren eigentlich ganz cool", sagte Peters unserer Zeitung. Einige Omas und Opas seien ein wenig geschockt gewesen. Doch es komme auf die jungen. Menschen an, die die Gemeinschaft im großen Stil erfahren, und zwar in dem Maß, dass sich ein ganzes ehemaliges Dekanat und eirl neuer pastoraler Raum da mit einbringen.
Das sei neu, so der Weihbischof. Neu war auch, dass es keinen Altar für die Feier des Wortgottesdienstes gab. Im Mittelpunkt der Halle stand eine irl buntes Licht getauchte Bühne. Von der aus untermalten Jonas Reif aus Heimbach-Weis mit einer Firmband die Feier musikalisch. Farbig in Szene gesetzt war auch eirl in der Halle befindliches Flugzeug. In seinen einführenden Worten hatte Dekan Jörg Schuh die Anwesenden mit einem herzlichen Willkommen begrüßt Es sei für ihn etwas Bewegendes zu sehen, "dass wir heute Morgen hier die nüchterne Halle zu einem geistlichen Ort machen". Denn Gott orientiere sich nicht nur daran, wo die Kirchen und die Tabernakel sind, ,,sondern Gott sucht unsere Herzen". Er hoffe und wünsche „euch Firmbewerbern und
uns allen, dass Gott unsere Herzen berühren kann". Es sei ungewohnt, dass es mehrere Firmspender in einem Gottesdienst gibt. „Doch Kirche, die sich auf den Weg in die Zukunft macht, tut gut daran zu wissen, was ist bewährt und was ist gut. Kirche tut aber gut daran, dass wir Neues ausprobieren ·dürfen." Schuh bat: "Geben Sie diesem Gottesdienst eine
Chance." Als ein ,,Erstlingswerk" mit einem riesigen Zusammenkommen hatte Weihbischof Peters die Firmung bezeichnet. Dass das „Fest der Freude" auch ohne Eucharistiefeier ein voller Erfolg war, davon ist David Morgenstern überzeugt. Eine Wiederholung in der Form, die sehr zeit- und kostenintensiv war, wird es aber vermutlich nicht mehr geben.