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Zum 800. Todestag des Heiligen Franz von Assisi: 3. Oktober 1226 – 2026

"Höchster, glorreicher Gott, erleuchte die Finsternis meines Herzens und schenke mir rechten Glauben, sichere Hoffnung und vollkommene Liebe. Gib mir, Herr, das rechte Empfinden und Erkennen, damit ich deinen heiligen und wahrhaften Auftrag erfülle. Amen." Franziskus hat dieses Gebet in der Stunde seiner Bekehrung gebetet (1206). Er sprach dieses Gebet vor dem Kreuz in der Kirche San Damiano in Assisi, als er nach Sinn und Klarheit für sein Leben suchte.
Franziskus von Assisi, Fresko im Sacro Speco (Subiaco, Italien), 13. Jahrhundert
Datum:
9. Sept. 2026
Von:
Liturgisches Institut Trier

Franz von Assisi – 800 Jahre

Aus der Homilie von Papst Leo XIV. am 6. August 2026 in Assisi

"Der Grund, warum uns der heilige Franziskus auch achthundert Jahre nach seinem Tod weiterhin fasziniert, liegt in jener großartigen Menschlichkeit, die ihn dazu veranlasste, die bereits eingeschlagenen Wege zu verlassen, um einen neuen Pfad einschlagen zu können, der mit dem Weg Jesu besser übereinstimmte. Auch in einer Stadt wie Assisi, die bereits seit Jahrhunderten christlich war, erschien dies revolutionär.

Die Entscheidung von Klara war dagegen noch beeindruckender: Eine junge Frau, die wie Franziskus sein wollte, die als Frau so frei leben wollte wie diese Brüder! Das ist die Kraft des Christentums, jene seines Beginns und seiner zahlreichen Neuanfänge.

Wagt es, an das Wort des Evangeliums zu glauben, werdet mit der Freiheit Jesu Christi menschlich, nehmt die Armut als Schwester an! Auf Gott zu vertrauen bedeutet, wie Franziskus und Klara eine Welt voller Brüder und Schwestern wiederzuentdecken, die es wertzuschätzen und denen es zu dienen gilt; nicht aber auszubeuten und zu beherrschen.

Verschreibt euch der Zivilisation der Liebe, ... bündelt die besten Kräfte ... und lebt die Vision des Franziskus heute auf unterschiedliche Weisen weiter.

Ich denke, dass euch das Gebet, das ihm oft zugeschrieben wird, am Herzen liegt, ein Text aus dem vergangenen Jahrhundert:

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten, nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben."

Gebetszettel mit Bild und Text kann hier bestellt werden:

Liturgisches Institut Trier: shop.liturgie.de/start.php?js=ok&suche=4048#4048

15 Cent pro Stück, Staffelpreise verfügbar 

Informatives Heft zu Franziskus und dem Weiterwirken der franziskanischen Spiritualität